Der Wiedergabevorgang

Um die aufgezeichneten Signale wieder abzutasten, wird ein sog. Hörkopf verwendet. Grundsätzlich lässt sich dazu auch ein kombinierter Sprech / Hörkopf einsetzen. Von diese Möglichkeit wird insbesondere bei preiswerten Tonbandgeräten Gebrauch gemacht. Bei hochwertigen Maschinen setzt man allerdings getrennte Hör- und Sprechköpfe ein, da diese auf den jeweiligen Verwendungszweck hin optimiert werden können.          

 So ist der rückwärtige Spalt, also der obere Teil des weiter vorn erwähnten Y enger oder gar nicht vorhanden um den magnetischen Widerstand des Hörkopfes gering zu halten und den Streufluss zu minimieren.  Die Prinzipskizzen sollen dies verdeutlichen.

Zusätzlich hat der separate Hörkopf den Vorteil, dass die soeben erfolgte Aufzeichnung sofort abgehört und überprüft werden kann. Genau wie bei den Sprechköpfen, ist auch bei Hörköpfen der gute Kontakt zwischen Band und Kopf von entscheidender Bedeutung für einen einwandfreien Abtastvorgang. Es gilt in Punkto Auswahl des Bandmaterials und Sauberhaltung des Bandpfades, und nicht nur der Köpfe, sinngemäß das schon im Abschnitt Sprechköpfe Gesagte.   

Selbst durch polierte Kopfspiegel und glatte Bandoberflächen kann der Abstand zwischen Band und Kopf kaum unter 1 Mikron gebracht werden. Bei einer Bandgeschwindigkeit von 76  cm/s hat dieser Abstand einen Pegelverlust von 1 db zur Folge, bei einer Bandgeschwindigkeit von 19,05 cm/s bereits eine Schwächung des Signals um 5 db. Das Diagramm verdeutlicht die Beziehung von Band / Kopfabstand und Pegelverlust. Bei der Abtastung hat also schon eine geringe Vergrößerung des Abstandes zwischen Band und Kopf bei kurzen Wellenlängen einen relativ größeren Pegelverlust als bei langen Wellen zur Folge. Da bei der Aufnahme auch zuerst die kürzeren Wellenlängen betroffen sind, ist vorstellbar, wie wichtig das einwandfreie Zusammenspiel von Band und Kopf ist.  

Abstandsveränderungen, wie sie z. B. durch schwankenden Bandzug  auftreten können, haben wie beim Aufsprechen, eine Amplitudenmodulation zur Folge, die besonders die höheren Frequenzen auftritt. Ähnliche Effekte können auch durch schwankende Schichtdicke oder ungleichmäßige Verteilung der magnetisierbaren Partikel in der Schicht auftreten.   

 

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