Dieses Patent verkaufte Pfleumer an die AEG, welche die Entwicklung der Magnetbandtechnik weiter vorantrieb. Das erste Gerät, das  AEG Magnetophon K 1 wurde gebaut und auf der Funkausstellung 1935 der Öffentlichkeit vorgestellt. Zwar war die Tonqualität immer noch nicht besser als die der Schelllackplatte oder des Drahtes, aber schon das geringere Gewicht der Tonbandgeräte gegenüber den Drahttongeräten war ein gewaltiger Vorteil. Die Bänder waren mittlerweile nicht mehr aus Papier, sondern aus Acetylcellulose bzw. Celluloseazetat, ähnlich wie es auch für Filme verwendet wurde. Diese Bänder wurden von der IG Farben, entwickelt und hergestellt.  Später wurde die BASF, damals in der IG Farben, als Hersteller hochwertiger Bänder weltbekannt.

Das AEG- Magnetophon K2 (1936)

Einen gewaltigen Sprung nach vorn brachte die Hochfrequenz – Vormagnetisierung, die von den Technikern Braunmühl und Weber entdeckt wurde. Die beiden Vorgenannten waren Physiker bei der Reichs- Rundfunkgesellschaft (RRG). Die Bandgeschwindigkeit betrug damals noch 77 cm/s bei technischen Daten, die heute von billigen Kassettenrecordern übertroffen wurden. Aber damals stellten die Geräte mit Vormagnetisierung alles bisher da gewesene in den Schatten.

Im Prinzip hat sich seitdem nichts mehr an der Technik des analogen Tonbandgerätes geändert, wenn auch die Weiterentwicklungen der Bandgeräte und Bänder die Tonqualität immer besser werden ließen.

 

 

Ihren Höhepunkt hatten Tonbandgeräte in der Mitte bis zum Ende der siebziger Jahre. Danach setzten sich, zuerst in professionellen, dann auch im Amateurbereich digitale Verfahren durch. Heute hält nur noch ein kleiner Kreis überzeugter Enthusiasten und High – End Freaks dem Spulenband die Treue, die beim Anblick der sich majestätisch drehenden Spulen ein fast sinnliches Vergnügen empfinden und den warmen analogen Klang dem analytisch – klaren Digitalsound vorziehen. Und man hört neuerdings wieder, das die Analogtechnik einer Renaissance  entgegenblickt.

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